Anthologien

Ein Märchen, „DAS MÄDCHEN KLARA“, erschien im Machandelverlag in der Hauffs Märchenanthologie, „Der kleine Muck hat Großes vor.“

Leseprobe:

Klaras Schulweg führte an einem Kaufhaus vorbei. Vor dem Schaufenster blieb
sie regelmäßig stehen. Es gab dort die neusten Handys, Laptops und Fernseher zu bewundern. Ein rotes Handy hatte es ihr angetan. Es stand ganz oben auf ihrer Wunschliste. Aber Mutter sagte dazu wie immer, wenn sie was begehrte:
„Meine liebe Klara, dafür reicht unser Geld nicht. Tut mir leid.“
„Alle in meiner Klasse haben eines, nur ich nicht.“
Klara verließ den Raum, die Tür fiel laut ins Schloss.

„Oh, wie ich es hasse, arm zu sein. Deshalb habe ich keine Freunde!“ Sie warf sich auf ihr Bett und vergrub ihr Gesicht in die Kissen. Plötzlich hörte sie ein Geräusch. Sie hob den Kopf, Dämmerlicht umgab sie. Da, auf dem Boden tanzte ein kleines Wesen mit roder Weste und blonden, struppigen Haaren. Die blauen Augen funkelten, dabei sang er mit einer hellen Stimme:

„ich bin ein Wichtelmann, sie her was ich so kann,
Ich bring dir bald Glück, davon ein großes Stück.“
Seine Arme beschrieben einen runden Bogen.
„Vertrau mir, glaube mir, dann kommt das Glück zu dir.“

Da, wo er gerade noch getanzt hatte, sah Klara viele kleine Silbersterne.
..

Es ist ein wunderbares Gefühl wenn zwei Geschichten Teil einer Anthologie werden, Ja, ich spüre, „das ist so schön wie Weihnachten.“ Und so handelt das Buch auch rund um das Fest. Neben vielen Kurzgeschichten gibt es Bastelvorschläge und Rezepte zum Nachahmen, eine interessante Mischung.
Es erschien zum 1. Advent 2017,

Titel: „Gans in Buchstabensuppe, eingeschlagen in Silberpapier.“
Herausgeberin ist Elke Bockamp,
„1001 Tausendundeine Geschichte, 379“, erhältlich bei Amazon.

Meine Hauptfigur ist ein Weihnachtsglöckchen. Kurz vor dem Fest schickt der Weihnachtsstern das Glöckchen auf die Erde, um Katastrophen zu verhindern. Dazu erhält es für den Notfall ein Zaubersäckchen.

Hier eine Leseprobe aus: „Eins, zwei drei, Weihnachtsglöckchen eil herbei!“

Mit einem lauten „Juchhe“, sauste ich durch die Himmelspforte. Schon bald wurde ich von einem Windstoß erfasst, der mich mit vielen Schneeflocken zur Erde trieb. Mit meinen kleinen Händen, die ich durch das Glockenkleid steckte, versuchten ich, einige Flocken einzufangen.
„Nicht doch, lass uns mit dir fliegen,“ tönte es.
Plötzlich landete ich unsanft auf einer Lichtung in einem Wald. Mit meinen Augen, rechts und links unter dem Aufhänger, sah ich mich um. Eine dicke Schneedecke lag über den hohen Tannenbäumen und auf dem Boden. Wie das glitzerte! Unmittelbar vor mir entdeckte ich Spuren von einem Schlitten und von Hufen.
Laut rief ich: „Hört mich jemand? Ich bin das Weihnachtsglöckchen.“
„Was willst du, hier gibt es keine Weihnachtsfeier. Hier gibt es nur Bäume und mich.“„Wer bist du, zeig dich bitte!“
Etwas kam durch die Luft gesaust, direkt auf mich zu. Ich sprang zur Seite. Es war ein großer, schwarzer Rabe, seine Augen glühten mich an.
„Sag mir, was du hier in drei Teufels Namen suchst!“
Ich schaute auf, dann schmeichelte ich ihm, so sehr ich konnte:
„Großer Rabe, du hast einen so scharfen Blick, dir entgeht sicher nie etwas, nicht wahr?“
„Kann schon sein, also wo ist dein Problem?“
„Ich suche einen Schlitten, der von Rentieren gezogen wird. Der Weihnachtsmann sitzt auf ihm, hinten liegen Geschenke.“
„Geschenke, das hört sich gut an“, krächzte der Rabe und schlug fröhlich mit seinen Flügeln. „Übrigens, gute Freunde nennen mich übrigens Gelbe Socke. Was gibst du mir, wenn ich dir erzähle, was ich weiß?“
Ich dachte nach. Dann fiel mir ein, der Rabe war sicher sehr eitel. „Magst du vielleicht einen Spiegel?“
„Spiegel klingt super, zeig ihn mir!“
„Nein, nein, zuerst deine Geschichte.“
„Na gut. Vor ungefähr dreißig Minuten kam hier ein Schlitten vorbei, so wie du ihn beschrieben hast. Er bog dort drüben um die Ecke. Ich flog hinter ihm her. ‚Ho, Ho‘, schallte es, ‚beeilt euch, wir müssen gleich bescheren. Leuchte, Rudolf, leuchte!‘“
Der Rabe hielt inne und rieb sich mit einem Flügel über die Augen. „Jetzt kommt es. Plötzlich war das Gespann verschwunden. Nichts war mehr zu hören. Es war, als ob die Erde alles verschluckt hätte“, sinnierte er, aber dann sah er entschlossen auf. „Hast du davon gehört, dass die Hexe Wackelzahn in diesem Wald ihr Unwesen treibt? Stell dir vor, sie hat fast alle Rehe, Füchse, Hasen und Vögel von hier weggezaubert. Ich war zufällig nicht da, als das geschah. Vielleicht erwischte sie den Weihnachtsmann? Das ist alles, was ich weiß, her mit dem Spiegel, jetzt!“